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2020-08-09

„Was er sagte, stimmte, aber nicht, wie er es sagte.“

aus „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink, Diogenes Verlag 1997, ISBN 3 257 22953 4

2020-07-21

„Denken ist Nachdenken, einem Phänomen auf seinen Grund gehen. Was habe ich gesehen, was habe ich erlebt, und was bedeutet dies; …“

„Die Möglichkeit, dass alles auch ganz anders hätte kommen können, muss von der Geschichte zurückgefordert werden.“

Marie Luise Knott, in dem Essay „Auf der Suche nach den Grundlagen für eine neue politische Moral“ zu Hannah Arendts Text „Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur?“, Piper Verlag GmbH, München 2018, ISBN 978-3-492-23828-1

2020-07-21

„…, dass wir, solange wir leben, dazu verdammt sind, mit uns selbst zusammenzuleben, was immer auch geschehen mag.“

„Juristische und moralische Fragen sind keinesfalls dasselbe, doch in gewisser Weise verwandt, weil beide Urteilskraft veraussetzen. … Wie können wir, unabhängig von der Kenntnis des Gesetzes, Recht von Unrecht unterscheiden? Und wir können wir urteilen, ohne in derselben Situation gewesen zu sein?“

Hannah Arendt, in „Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur?“, Piper Verlag GmbH, München 2018, ISBN 978-3-492-23828-1

2020-07-05

aus der Arbeit Sommerreise (AT) © Conny Höflich

2020-06-21

„Jede Wiedergabe einer Wahrnehmung ist subjektiv, selbst wenn wir in unserer Sprachgruppe in einem scheinbaren Konsens über die Benennung der Außenwelt leben. Doch wenn wir mit Sprache umgehen, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass Aussagen wie „blauer Himmel“, „grünes Gras“, „roter Klatschmohn“ als verbindliche Bezeichnungen daherkommen, die jedoch für jeden, der sie im Munde führt, eine andere Wertigkeit haben und einen anderen Punkt auf der Farbskala besetzen.“

Esther Kinsky, in „Fremdsprechen“, Matthes und Seitz Berlin 2019, ISBN 978-3-95757-645-3

2020-06-08

„Wir müssen uns darüber klar werden, dass jeder seine eigene Sprache hat.“

Esther Kinsky, in „“Ich benutze YouTube höchstens, um Vogelstimmen zu hören“, Esther Kinsky im Gespräch mit Angelika Klammer über das Übersetzen, Schreiben und Unterrichten von Literatur“, in VOLLTEXT, Nr. 1/2020

2020-05-31

„In Berichten sind Vieldeutigkeiten nicht akzeptabel, in Geschichten sind sie unerläßlich.“

John Berger, in „Geschichten“, in „Eine andere Art zu erzählen“ von John Berger und Jean Mohr, Fischer Taschenbuch Verlag 2000, ISBN 3-596-14595-3

2020-05-23

© Conny Höflich

2020-05-12

„… die Wirklichkeit des Gesehenwerdens, des Gemeintseins, des Begehrtseins, so als wäre das Bild, unabhängig von seiner Darstellungsfunktion (…), ein rein visueller Imperativ – sieh mich an, damit ich dich ansehen kann oder auch sieh mich an, damit ich mich sehen kann.“

Felix Philipp Ingold, in „Körperblicke“, Ritter Verlag 2019, ISBN 978-3-85415-592-8

2020-04-24

„Und ja, wie viel Angst man entwickeln kann, nie zu jemandem zu gehören, nie einen Platz zu finden, an dem man als die Person leben kann, die man ist.“

Ulrike Draesner, in „“Als ob“ Ulrike Draesner im Interview mit sich selbst über ihr Leben als Schriftstellerin und als Professorin für literarisches Schreiben“, in VOLLTEXT, Nr. 4/2019

2020-04-23

Ich muss mich jetzt nich finden.
Lass mich nur nich verliern.
Bin doch gestern erst geborn

Und seit kurzem kann ich gehn.
Hab mein Gleichgewicht verlorn
Doch kann trotzdem grade stehn.

aus dem Liedtext „Ich bin ich“ von Rosenstolz (www.songtexte.com, 23.04.2020)

2020-04-06

„Aus diesen Erlebnissen, die niemand sieht, …“

aus „Demian“ von Hermann Hesse, Suhrkamp Taschenbuch Verlag 1974, ISBN 3-518-36706-4

2020-03-31

every day pictures © Conny Höflich

2020-03-25

„Das Alter hat mich nicht überrascht. Ich habe darauf gelauert, dass es über mich hereinbrechen würde wie ein sintflutartiger Regen, der alles mit sich reißt, ertränkt und auslöscht. Aber der Prozess war so schleichend, dass ich selbst jetzt noch an manchen Tagen über mein Spiegelbild staune.“

aus „Das Marillenmädchen“ von Beate Teresa Hanika, btb Verlag 2016, ISBN 978-3-442-75705-3

2020-03-19

every day pictures © Conny Höflich

2020-02-19

„… dass da ein Mensch das Leben sucht, das zu ihm passt, und der keinen anderen Ausweg sieht als einen Selbstmordversuch. Die Sunny probierte ja auch, in der Fabrik zu arbeiten, aber sie merkte, damit ist niemandem geholfen.

Ich habe diese Figur so begriffen, dass sie ein nützliches Mitglied der Gesellschaft sein wollte – im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Das Singen ist im Film eigentlich nur eine Metapher: Die Sunny hätte auch etwas anderes toll machen können, malen oder ein Theaterstück schreiben, und damit einen Reinfall erleben. Sie wollte den Leuten Freude bringen mit ihrer Musik und einem gewissen Anspruch in den Texten. Wenn man aber merkt, dass das, was man kann, massiv nicht gewollt wird, fühlt man sich überflüssig.

… 45-Jährige haben uns genauso wie 18-Jährige erzählt, dass es ihnen ähnlich geht: Dass man durch bestimmte Umstände nicht dahin kommt, wohin man es mit alles Kraft versucht.“

Renate Krößner über ihre Hauptrolle in dem Film „Solo Sunny“, in „Zeig mir mal den Wilden! Protokoll eines Gesprächs“, aufgezeichnet von Cornelia Geißler, Berliner Zeitung vom 15./16.02.2020

2020-02-18

© Conny Höflich

2020-02-17

„Wie die Stimmung des August 1914 war die des Jahres 1933 die eigentliche Machtgrundlage für den kommenden Führerstaat. Es war ein sehr verbreitetes Gefühl der Erlösung und Befreiung von der Demokratie. Was macht eine Demokratie, wenn eine Mehrheit des Volkes sie nicht mehr will? Man wollte etwas wirklich Neues: eine Volksherrschaft ohne Parteien, eine populäre Führergestalt.“

Sebastian Haffner, Journalist und Publizist, 1987, zitiert im Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

2020-02-14

© Conny Höflich

2020-02-13

„Mich hat aber immer die Wirklichkeit, die Welt um mich herum, interessiert und die Frage danach, mit welchen Bildern ich mich äußern kann und wie das, was ich betrachte, zu einem Bild werden könnte.“

Axel Grünwald, im Gespräch mit Denis Brudna, in „Ein Gespräch mit Axel Gründwald“, Photonews 02/2020

2020-02-10

„Eine unendliche Zeit war vergangen bis zu meiner Geburt. Und jetzt nach meinem Tod kommt wieder eine unendlich währende Zeit!“

aus „Rot ist mein Name“ von Orphan Pamuk, S. Fischer Verlag 2013, ISBN 978-3-596-15660-3

2020-02-05

„Niemand ist nur ein Held, Lenuschka.“

aus „Die Leben der Elena Silber“ von Alexander Osang, S. Fischer Verlag 2019, ISBN 978-3-10-397423-2

2020-01-29

Der Text und die Bilder der Arbeit „Ich sage immer, ich habe zwei Leben“ sind zusammen mit Bildern der drei Protagonisten Hansgert Lambers, Dorothee Deiss und Lars Nickel in der Februarausgabe der Monatszeitung „PHOTONEWS“ erschienen.

© Conny Höflich, Veröffentlichung Zwei Leben Photonews

2020-01-25

Der Text und ein Bild der Arbeit „So alt wie ich“ sind in der Tageszeitung „Neues Deutschland“ erschienen.

© Conny Höflich, Veröffentlichung So alt wie ich in der Zeitung Neues Deutschland

2020-01-13

„Mein jüngster Sohn z.B. teilt Bilder seiner letzten Party mit seinen Freunden. Man schaut sie an und fragt sich „Na und?“. Aber für seine Freunde und ihn haben die Bilder Bedeutung. Wir müssen fähig sein zu verstehen, was für wen welche Bedeutung hat.“

Pedro Meyer, in: „Wir müssen fähig sein zu verstehen, was für wen welche Bedeutung hat.“, Felix Koltmann im Gespräch mit Pedro Meyer, Photonews 12/2019-01/2020

2019-12-25

„Wenn wir die einzige Geschichte ablehnen, wenn wir realisieren, dass es niemals nur eine einzige Geschichte gibt, über keinen Ort, dann erobern wir uns ein Stück vom Paradies zurück.“

Chimamanda Ngozi Adichie, in „Die Gefahr einer einzigen Geschichte“, Essay und Diskurs, Deutschlandfunk, 25.12.2019

2019-12-18

„Zum ersten Mal sah ich das Gesicht eines neugeborenen Menschen. Doch nicht ein geschichtsloses Wesen schaute mich da an, sondern ein Gesicht mit Vergangenheit, wissend, uralt.“

Walter Schels, zitiert im photography-now-Newsletter „Walter Schels | Mixed Album | Galerie STP, Greifswald“, photography-now.com, Abrufdatum 18.12.2019

2019-11-20

„Indem man zum Bestandteil einer Macht wird, die man als unerschütterlich stark, ewig und bezaubernd empfindet, hat man auch Teil an ihrer Stärke und Herrlichkeit. Man liefert ihr sein Selbst aus … Aber man gewinnt dafür eine neue Sicherheit und einen neuen Stolz, durch Teilhabe an der Macht, in der man aufgeht. Außerdem gewinnt man Sicherheit gegenüber quälenden Zweifeln.“

Erich Fromm, zitiert von Fred Wander in: Fred Wander, „Das gute Leben oder Von der Fröhlichkeit im Schrecken“, Deutscher Taschenbuchverlag, 2009

2019-11-14

„Fotografien, so wurde mir bewusst, haben große Ähnlichkeit mit Bergen. Obwohl wir Bilder als unveränderlich und unbewegt erachten, verändert sich beständig, was wir in ihnen sehen, wenn auch sehr langsam.”

Shane Lavalette, zitiert in der Einladung zur Ausstellungseröffnung „Shane Lavalette / Still (Noon)“, Robert Morat Galerie, Berlin, 2019

2019-11-12

„Was … sagt, ist sehr schön, aber es geht mich im Moment nix an, …“

Maxie Wander in einem Brief an Fred Wander vom 28.08.1973, in: Fred Wander, „Das gute Leben oder Von der Fröhlichkeit im Schrecken“, Deutscher Taschenbuchverlag, 2009

2019-11-11

„…; wenn man innerlich wund ist, sieht man auch die Welt wund. Und umgekehrt.“

Maxie Wander in einem Brief an Fred Wander vom 11.08.1973, in: Fred Wander, „Das gute Leben oder Von der Fröhlichkeit im Schrecken“, Deutscher Taschenbuchverlag, 2009

2019-10-27

Fred Wander, „Der siebente Brunnen“, Roman

2019-09-22

„Keine Macht der Welt kann aus Mit-Gefühl Gefühl machen, aus Nach-Empfinden Empfinden, aus Vorstellung Erfahrung.“

Christa Wolf in dem Text „Gedächtnis und Gedenken / Fred Wander: Der siebente Brunnen“, in: „Die Dimension des Autors“, Band I, Aufbau-Verlag, 1989

2019-09-21

„Während ich an einer Geschichte arbeite, finde ich die Sprache, den Ton, das Gefühl. Für mich war es das Allerwichtigste, langsam zu sein. In der Fotografie ist ja oft so, dass man annimmt, das Interessante spielt sich an anderer Stelle ab. Fotografinnen und Fotografen rennen von hier nach da. Es geht aber darum, sich da zu vertiefen, wo man gerade ist. Man muss daran glauben, dass Situationen entstehen werden.“

Pieter Ten Hoopen, in „In der Fotografie geht es darum, immerzu Muster zu brechen“, Interview von Gunda Swantje mit dem Fotografen Pieter Ten Hoopen, Photonews 06/2019

2019-09-19

juli 2019 andalusien höflich

2019-09-02

Aktion Pretty Blue Batch der Treptow Ateliers am Sonnabend, den 07.09.19, um 16:oo Uhr, Teilnahme mit einem Bild aus „Sommerreise“ in der Größe 1200 x 1800 mm

© Conny Höflich; aus "Sommerreise" (Arbeitstitel, work in progress)

Treptow Ateliers, Aktion Pretty Blue Batch am 07.09.2019, Flyer

2019-08-28

In dem Workshop „Nachbilder – Fotografie und Erinnern“ mit Göran Gnaudschun vom 19.08. bis 24.08. an Bildern zu den Stolpersteinen für Erna Esther Löw und ihre Familie in der Berliner Thomasiusstr. 11 gearbeitet. Erna Esther Löw war so alt wie ich heute, als sie zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter deportiert und ermordet wurde. Ihr Sohn gelangte 1939 mit einem Kindertransport nach England und überlebte.

2019-06-27

Neun Bilder der Arbeit „Sommerreise“ (Arbeitstitel, work in progress) beim „15. Schömberger Fotoherbst – Festival für serielle Reise- und Reportagefotografie“ eingereicht.

2019-05-27

2019-04-29

2019-04-16

für beide Bilder: Manfred Willmann, o. T., 2005, Copyright Manfred Willmann

beide Bilder: Manfred Willmann, ohne Titel, 2005, © Manfred Willmann

aus der photography now-Anzeige

Manfred Willmann
Blitz & Enzianblau und 2018/2017
Exhibition: 29 Mar – 25 May 2019
Fotohof Salzburg, Inge-Morath-Platz 1-3, 5020 Salzburg

2019-04-07

„Das Urteil über alles spricht die Zeit.“

aus „Die Richtstatt“ von Tschingis Aitmatow, Verlag Volk und die Welt Berlin 1987

2019-03-18

„In 1893 an English writer complained that the new situation had „created an army of photographers who run rampant over the globe, photographing objects of all sorts, sizes, and shapes, under almost every condition, without ever pausing to ask themselves, is this or that artistic? … They spy a view, it seems to please, the camera is focused, the shot taken! There is no pause, why should there be? For art may err but nature cannot miss, says the poet, and they listen to the dictum. …““

aus „Bad Form in Photography“ von E. E. Cohen, zitiert in „The Photographer’s Eye“ von John Szarkowski, © The Museum of Modern Art, 2018, ISBN 978-0-87070-527-4 

2019-02-01

© Conny Höflich, aus der Arbeit "hier bin ich geboren" (Arbeitstitel, work in progress)

2019-01-16

„Fotografie ist ihrem Wesen nach eine analytische Disziplin. Während ein Maler mit einer leeren Leinwand anfängt und ein Bild konstruiert, beginnt der Fotograf mit der Unordnung der Welt und wählt ein Bild aus. Ein Fotograf, der vor Häusern und Straßen, Menschen und Bäumen und den Artefakten einer Kultur steht, verleiht der Szene Ordnung – er normiert das Durcheinander und verleiht ihm Struktur. Er schafft diese Ordnung durch die Wahl eines Blickwinkels, eines Ausschnitts und eines Aufnahmezeitpunkts, und er bestimmt eine Schärfenebene.“

aus „Das Wesen der Fotografie“ von Stephen Shore, Phaidon Verlag, 2009

2019-01-07

„… „Jedes Bild ist für sich gesehen nichts anderes als ein Selbstportrait, ein Teil des eigenen Lebens“. (Strömholm, 1983).“

aus „In dialogue with Strömholm, Dorothée Nilsson Gallery, Berlin“, photography-now.com, 14.12.2018

2019-01-06

„Ganz anders als in der Welt der Menschen besaß hier alles einen Sinn. Was existierte, bot einem anderen Wohnung oder Nahrung. Was verging, diente dem Überleben des Nächsten. Sterben bedeutete hier keinen Skandal. Es war nur eine unter vielen Funktionen des Seins. Im Wald gab es Töten ohne Hass, Fortpflanzung ohne Liebe, Kooperation ohne Gesetze, Ernährung ohne Wissenschaft und Lebensfreude ohne Philosophie. Im Wald herrschte eine gelassene Zweckmäßigkeit, der sich Kron mit erleichtertem Aufatmen überließ. Für eine Weile durfte er aufhören, eine Persönlichkeit zu sein und deshalb alles persönlich zu nehmen. Er konnte einfach am Fuß einer Kiefer sitzen und sich ohne jede Anstrengung logisch fühlen.“

aus „Unterleuten“ von Juli Zeh, Luchterhand Literaturverlag, 2016

2018-12-30

„Die Wahrheit war nicht, was sich wirklich ereignet hatte, sondern was die Leute einander erzählten.“

aus „Unterleuten“ von Juli Zeh, Luchterhand Literaturverlag, 2016

2018-12-12

© Conny Höflich, Begleitbilder

2018-12-05

58 % der Berliner Künstlerinnen und Künstler üben eine Nebentätigkeit zur künstlerischen Arbeit aus, davon 66 % selbständig und 30 % angestellt. Bei den Nebentätigkeiten handelt es sich zu 32,5 % um kunstferne Tätigkeiten.

40 % der Berliner Künstlerinnen und Künstler leben zu mehr als 50 % von Einkünften aus nicht-künstlerischer Tätigkeit.

aus „Studio Berlin III – Situation Berliner Künster*innen und Gender Gap“, Institut für Strategieentwicklung (IFSE), Mai 2018

2018-12-03

„allerdings habe ich Fotografie nie als Hobby betrachtet. Es war immer schon Arbeit für mich.“

(Lotte Reimann im Gespräch mit Torsten Scheid, in „Teilnehmende Beobachtung. Im Atelier von Lotte Reimann“, Photonews 04/2018)

„Arbeit (Sozialwissenschaften): Arbeit ist eine zielbewusste und sozial durch Institutionen (Bräuche) abgestützte besondere Form der Tätigkeit, mit der Menschen seit ihrer Menschwerdung in ihrer Umwelt zu überleben versuchen. … Arbeit heute: Nach wie vor wird „Erwerbsarbeit“ nicht mit „Arbeit“ überhaupt gleichgesetzt. Wo „Arbeit“ auch heute noch nicht „Ware“ ist, sind zwei wesentliche Aspekte hervorzuheben: – Die nach wie vor in sehr vielen Gesellschaften dominante Subsistenzarbeit ist weiterhin die Arbeit, die der Mensch verrichtet, um seinen Lebensunterhalt zu produzieren und so sein Überleben zu sichern (englische Entsprechung: Labour), – als Selbstproduktion gibt schöpferische Arbeit – auffällig in den Künsten – in allen Gesellschaften Menschen die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten (sich in ihr wiederzuerkennen) (englische Entsprechung: Work).“

(https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_(Sozialwissenschaften), Abrufdatum: 10.08.18)

„Ein Hobby (deutscher Plural: Hobbys) ist eine Freizeitbeschäftigung, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig betreibt, die dem eigenen Vergnügen oder der Entspannung dient und zum eigenen Selbstbild beiträgt, also einen Teil seiner Identität darstellt. Das Wort „Hobby“ ist vom englischen hobby horse abgeleitet, das mit „Steckenpferd“ in beiden Bedeutungen – Kinderspielzeug und Freizeitbeschäftigung – übersetzt wird. Das hölzerne Steckenpferd trägt seinen Reiter nirgendwohin, weil es in den Händen gehalten wird, entsprechend erwirtschaftet das Hobby kein Einkommen und ist kein Beruf.“

(https://de.wikipedia.org/wiki/Hobby, Abrufdatum: 10.08.18)

2018-11-23

„… dass die Folgen real sind, wenn Menschen eine Situation als real definieren.“

aus „Soldaten: Protokolle von Kämpfen, Töten und Sterben“ von Sönke Neitzel und Harald Welzer, Fischer Taschenbuchverlag 2011

2018-10-02

Im Seminar „Kill your darlings: Das Editing von Bildstrecken für Print- und Onlinepublikationen“ mit Andreas Herzau (24./25.09.2018; Gesellschaft für Humanistische Fotografie) aus 83 Bildern zu „Sommerreise“ (Arbeitstitel, work in progress) 25 für einen ersten Bildstreckenentwurf ausgewählt.

2018-09-24

Am 29.09.2018 erscheint die Text-Fotografie-Arbeit „Und dann schauen wir mal, wann der letzte kleine Hammer zuschlägt. Ein Gepräch mit meinen Eltern über Sterben und Tod“ in der Wochenendausgabe der Tageszeitung „Neues Deutschland“; eine gekürzte Fassung in der Druckausgabe und die vollständige Arbeit in der online-Ausgabe.

2018-07-30

Neue Bilder für „Sommerreise“ (Arbeitstitel, work in progress) gescannt.

© Conny Höflich, aus der Arbeit "Sommerreise" (work in progress)

2018-07-19

„“Häßlich“ ist also nur ein Gewohnheitsbegriff, welcher als äußeres Resultat einer der früher gewirkt habenden und schon verkörperten inneren Notwendigkeiten noch lange ein Scheinleben weiterführt. Als häßlich wurde in dieser vergangenen Zeit alles gestempelt, was damals in keinem Zusammenhang mit der inneren Notwendigkeit stand. Was aber im Zusammenhang mit ihr war, wurde als schön definiert.“

aus: Kandinsky „Über das Geistige in der Kunst“, 10. Auflage, Benteli Verlag Bern, 1973

2018-07-07

© Conny Höflich

2018-07-06

„An dem Ort, an dem wir recht haben, / werden niemals Blumen wachsen im Frühling. / Der Ort, an dem wir recht haben, / ist zertrampelt und hart wie ein Hof.“

aus einem Gedicht von Jehuda Amichai, zitiert aus Amos Oz „Liebe Fanatiker. Drei Plädoyers“ in dem Beitrag „Der Ort, an dem wir recht haben …“ von Irmtraud Gutschke (Neues Deutschland, 26./27.05.2018)

2018-07-05

Bilder aus der Text-Fotografie-Arbeit „Und dann schauen wir mal, wann der letzte kleine Hammer zuschlägt. Ein Gespräch mit meinen Eltern über Sterben und Tod“ (zur Veröffentlichung eingereicht):

© Conny Höflich, aus der Text-Bild-Arbeit "Und dann schauen wir mal, wann der letzte kleine Hammer zuschlägt. Ein Gespräch mit meinen Eltern über Sterben und Tod"

2018-05-11

„… Unsichtbarkeit von Wirklichkeiten …“

aus einen Text von Anna Gripp über die Arbeit „Ostsee – Verborgene Fracht“ von Marcus Wildelau (Photonews April 2018)

2018-04-11

„…, ein gespaltenes Leben zu führen … Zwei getrennte, scheinbar unversöhnliche Identitäten, die ich tatsächlich nur mühsam miteinander vereinbaren konnte und unter deren Koexistenz ich zunehmend litt.“

„Ich hatte Zeit gebraucht, um in meinem eigenen Namen zu denken. Denn um sich legitim zu fühlen, muss man notwendigerweise von seiner gesamten Vergangenheit, von der sozialen Welt, von den Institutionen legitimiert worden sein. Trotz meiner ziemlich überspannten Jugendträume ist es mir nicht leichtgefallen, mich befähigt – das heißt von der Gesellschaft autorisiert – zu fühlen, Bücher zu schreiben, theoretische noch dazu.“

aus „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon, Suhrkamp Verlag Berlin 2016

2018-03-31

Angeregt durch Fotografien von Tina Bara in der Ausstellung „In einem anderen Land“ (Haus am Kleistpark, Berlin) Bilder aus der Arbeit „Schicht“ auf der Website veröffentlicht.

2018-03-20

„Solange einem die „großen“ Ereignisse nicht ganz praktisch auf den Leib rücken, spielen sie für die eigenen Wahrnehmungen, Deutungen und Entscheidungen auch keine ausschlaggebende Rolle. Menschen denken nicht abstrakt, sondern konkret.“

aus „Soldaten: Protokolle von Kämpfen, Töten und Sterben“ von Sönke Neitzel und Harald Welzer, Fischer Taschenbuchverlag 2011

Negativfilme „begleitbilder_b25“ und „begleitbilder_b26“ für Kontaktbögen eingescannt, die Bilder entstanden im Januar und Februar; Sammlung von Begleitbildern für „hier bin ich geboren“ (work in progress)

© Conny Höflich, blogbeitrag 180320, kontaktbögen begleitbilder

2018-03-08

„Denn Geschichte wird nicht wahrgenommen, sie geschieht. Und erst viel später wird von Historikern festgestellt, was aus einem Inventar von Geschehnissen „historisch“, also in irgendeiner Weise für den Lauf der Dinge bedeutsam gewesen ist.“

„… eine der schwierigsten Aufgaben der Sozialwissenschaften …, die Struktur des Nichtwissens zu rekonstruieren, die zu anderen Zeiten vorgelegen hat … Man kann das … auch als die Aufgabe der „Verflüssigung“ von Geschichte bezeichnen, also „das Rückverwandeln von Faktizität in Möglichkeiten“. …“

aus „Soldaten: Protokolle von Kämpfen, Töten und Sterben“ von Sönke Neitzel und Harald Welzer, Fischer Taschenbuchverlag 2011

2018-03-03

Die Welt eines jeden ist ichzentriert. Also ist die Welt eines jeden ein Irrtum.

Die Welt eines jeden ist ichzentriert. Also ist die Welt aller anderen eine Welt des Irrtums.

Die Welt eines jeden ist ichzentriert. Also lebe ich im Irrtum.

Die Welt eines jeden ist ichzentriert. Also leben sie im Irrtum.

Die Welt eines jeden ist ichzentriert. Aber wer bin ich?

aus „Der Betrachter“ von Imre Kertész, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2018

2018-01-31

© Conny Höflich, aus der Arbeit "Die Besucher"

altern: „sich in seiner Beschaffenheit im Laufe der Zeit verändern“ (Duden). wir alle. jederzeit. manchmal in eine andere Welt.

Bildauswahl und Kommentar angeregt durch den Aufruf des Weltkulturen Museums in Frankfurt am Main zur Teilnahme an einer Ausstellung zum Thema Altern, Bilder aus der Arbeit „Die Besucher„, Duden-Zitat: www.duden.de, 26.01.2018

2018-01-28

„Und wäre es nicht denkbar, (…), dass wir auch in der Vergangenheit, in dem, was schon gewesen und größtenteils ausgelöscht ist, Verabredungen haben und dort Orte und Personen aufsuchen müssen, die, quasi jenseits der Zeit, in einem Zusammenhang stehen mit uns?“

aus „Austerlitz“ von W.G. Sebald, Fischer Taschenbuch 2003

2018-01-06

„Ja, von heute aus gesehen. Aber das ist doch genau der Punkt, um den es mir geht. Ich habe gar kein Interesse daran, meine Erinnerungen an mich selbst so auszugestalten, dass sie zu demjenigen passen, der ich seitdem geworden bin, sondern ich will die Erinnerungen finden, die mich mich so erleben lassen, wie ich damals war.“

Martin Walser, im Gespräch mit Jakob Augstein („Das Leben wortwörtlich“, Rowohlt 2017)

2017-12-12

„Wir fühlen uns gezwungen, unsere Stimme zu nutzen, um die Dinge anzusprechen, die wir für dringlich erachten.“

Karoline Hjorth und Riitta Ikonen, aus einem Text von Peter Lindhorst über das Projekt „Eyes as Big as Plates“ („Mit großen Augen“, Photonews November 2017)

2017-12-12

„Kommunikation ist keine Einbahnstraße.“

aus einem Interview mit Sandro Parrotta („Wie, Sandro, Du zeigst Fotografie?“, Photonews November 2017)

2017-11-10

Drei Bilder aus der Serie „hier bin ich geboren“ (Arbeitstitel, work in progress) beim Hellerau-Portrait-Wettbewerb eingereicht.

aus der Arbeit "hier bin ich geboren", Arbeitstitel, Copyright Conny Höflich

2017-11-08

„Ich schreibe Bücher – einerseits – und habe Familie, kenne viele Menschen, übe eine praktische Tätigkeit, kümmere mich um Allerlei – andererseits. Geschieht nun eine Umschaltung, wenn ich aus dem einen in ein Buch steige und umgekehrt? [… ] Wenn es Sie interessiert, wie ich ein Buch mache und nebenbei die richtige Straßenbahnlinie finde, so will ich Ihnen sagen: es ist die einfachste Sache der Welt. Man macht alles nacheinander.“

aus „Gleiswechsel im Hirnkasten“ von Alfred Döblin (Oliver Bernhardt, „Alfred Döblin“, dtv 2007)

2017-11-05

solang wir noch tanzen können
und richtig echte tränen flennen
ist noch alles offen
ist noch alles drin

aus dem Liedtext „Herzblatt“ von Gerhard Gundermann (Buschfunk 2017)

„Und nun adje, Kinderchen, adje Sie. Ich werde mich sachte auf die Strümpfe machen. Grüßen Sie mir Ihre Waschfrau. Und beißen Sie mich nicht, wenn ich Sie einmal geärgert habe. War nicht so schlimm gemeint. Geht alles vorüber. Sehen Sie, ich geh auch vorüber. -“

aus „Erster Rückblick“ von Alfred Döblin (Oliver Bernhardt, „Alfred Döblin“, dtv 2007)

2017-10-10

Die Ausstellung „Danny Lyon, Message to the Future“ (C/O Berlin) besucht. Beim Komplex „Frühe Portraits“ ein Zitat von Hugh Edwards entdeckt:

„Die Bilder sollen nicht das Gewissen der Leute aufwühlen, sondern ihr Bewusstsein. Die Bilder bitten nicht um Hilfe, sondern um etwas viel Schwierigeres: dass man sich kurz und intensiv ihrer Existenz bewusst werde, einer Existenz, die so wirklich und so bedeutsam ist wie die eigene.“

2017-09-27

Sieben Bilder aus der Serie „Sommerreise“ (Arbeitstitel, work in progress) beim AOK Nordost-Projekt „Kunst trifft Gesundheit“ eingereicht.

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2017-09-13

Erster Eintrag. Den bisher letzten Negativfilm zu „Sommerreise“ (Arbeitstitel, work in progress) eingescannt und ausdrucken lassen.

© Conny Höflich, Kontaktbogen zu "Sommerreise", work in progress

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